Das Seminar setzt sich mit dem Thema Wald im Mittelgebirge auseinander. Dieser zeigt eindeutig Spuren des Klimawandels: abgeholzte, aufgestapelte Stämme, kontinuierliche Holztransporte auf den Straßen, sowie flächenweise Totholz. Abgestorbene Baumriesen begleiten den Besucher auf Wanderwegen und Landstraßen durch den Nationalpark Harz. Der Wald ist Dürren, Borkenkäferbefall und Stürmen ausgesetzt.
Es gibt unterschiedliche Lösungsansätze. Die verschiedenen Sichtweisen der Akteure werden betrachtet und gegenübergestellt. Wo treffen Nationalpark, Landesforsten und Privatwaldwirtschaft aufeinander? Welche Reibungsflächen entstehen? Welche politischen Möglichkeiten sind gegeben? Was ist der Ursprung der aktuellen Problematik?
Workshops bieten die Möglichkeit, die Veränderungen zu erleben und von Experten aus Forst- und Wasserwirtschaft (hierzu zählt selbstverständlich auch ein Einblick in die Wertschätzung „Trinkwasser“) neue Perspektiven kennenzulernen. Gesellschaftliche Themen wie Nachhaltigkeit, Diversität und Vermächtnis werden aufgegriffen und in Zusammenhang mit der Problematik des Harzes gesetzt.
Denn in der ganzen Problematik gibt es positive Entwicklungen: Quitschenberg, Wildkatze, das Grüne Band um ein paar zu nennen. Gibt es Lösungsansätze, von denen alle profitieren? Können diese nur langfristig erarbeitet werden oder gibt es auch kurzfristige Hilfen für entstandene Schäden?